Menstruation als Meditation

Menstruation als Meditation

Ein paar Jahre zurück habe ich irgendwo gelesen, dass sich Frauen während ihrer Periode in einem natürlichen Meditationszustand befinden. In einem Zustand, für den die Männer mehrere Jahre in einem Kloster gebraucht hätten.

Blödsinn! Habe ich mir damals gedacht… Doch dann habe ich angefangen, meine Wahrnehmungen während der Menstruation zu beobachten und habe festgestellt, dass doch etwas Wahres dran sein kann. Dass ich mich während meiner Tage in einem anderen, einem Meditation nahen Zustand befinde, der mir gut tut – solange ich es mir erlaube.

Ich habe festgestellt, dass:

  • ich mich nicht so gut auf die äußere Welt konzentrieren kann
  • mein Gedächtnis spinnt und ich mich nicht an vieles erinnern kann
  • ich für meine Buchhaltung sehr lange brauche
  • ich nicht so gut Auto fahren und mich nicht gut einparken kann
  • ich sehr verlangsamt bin und für alles sehr viel Zeit brauche (mehr als sonst)
  • es für mich anstrengend ist, mit anderen Menschen zu kommunizieren
  • es mich sehr viel Kraft und Konzentration kostet, in meinem Alltag ganz normal weiterzumachen

Ich habe aber auch beobachten können, dass:

  • ich sehr intuitiv und einfühlsam bin
  • ich in dieser Zeit meinem Inneren besonders gut lauschen kann
  • ich mich gern in meine innere Welt vertiefe, meditiere, nach Innen reise
  • ich angenehm verlangsamt und träge bin
  • ich am liebsten nur „SEIN“ würde
  • ich gern koche und die Zeit mit meinen Liebsten besonders gern verbringe
  • ich auch mehr Bedarf an Schlaf habe als sonst
  • die Schlussentspannung mit den Klangschalen, die ich in meinen Luna Yoga Stunden immer zum Schluss mache, besonders schön ist

Ich habe gelernt, meine Befindlichkeiten und Launen während der Menstruation zu respektieren, mir bewusst Zeit für mich selbst zu nehmen, mehr zu meditieren und innere Reisen und Phantasiereisen zu unternehmen.

Ich habe gelernt, wenn ich mir bewusst ein paar Tage diese Art von “Urlaub” nehme, bin ich bald wieder fit und bei meinen Kräften und kann im praktischen Leben mit Leichtigkeit alles nachholen, was ich in den letzten ein paar Tagen versäumt oder nicht geschafft habe.

Ich habe festgestellt, dass ich keine Regelschmerzen mehr habe, seitdem ich mir diese Auszeit gönne.  Als wären sie früher ein Signal meines Körpers gewesen, dass ich mich erholen soll.

Ich weiß zwar nicht, wie sich die Männer während einer Meditation fühlen. Ich weiß aber, dass das Meditieren während der Menstruation für mich besonders leicht ist. Dass ich mich mehr in meinem Körper als in meinem Kopf befinde, dass ich besseren Zugang zu meiner inneren Welt und meinem Unterbewussten habe, intuitiver bin und das pure DASEIN mehr genieße.

Ich habe auch beobachten können, dass ich – seitdem ich mir während meiner Tage mehr Zeit für mich nehme – kaum krank oder verkühlt bin. Denn Menstruation bedeutet für mich nicht nur Meditation, sondern auch Regeneration und Erneuerung der Kräfte. Ein Geschenk der Natur an uns Frauen, um regelmäßig eine Bremse zu ziehen und sich ein bisschen Auszeit zu gönnen.

Simona Hansal
Als Luna Yoga® Lehrerin inspiriere ich Frauen, ihren eigenen Rhythmus zu finden, ihn zu spüren und im Einklang mit ihm zu üben und auch zu leben. Mein Schwerpunkt sind Beckenübungen für ein warmes, wohliges Gefühl im Becken, Frauenzyklus und Frauengesundheit.

Mehr über mich erfährst du hier.
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